Untersuchung des Dünndarms
Kapselendoskopie
Was ist eine Kapselendoskopie?
Mit den Endoskopen bei einer Magen- oder Darmspiegelung kann in der Regel der Beginn (Zwölffingerdarm) oder der letzte Abschnitt des Dünndarms eingesehen werden. Die Kapselendoskopie ist ein spezielles Verfahren mit deren Hilfe der gesamte Dünndarm beurteilt werden kann. Hierfür wird eine Kamera in Form einer Kapsel geschluckt, die fortlaufend Bilder vom Dünndarm aufzeichnet. Hierdurch können Erkrankungen des Dünndarms erkannt werden.
Vorbereitung einer Dünndarmuntersuchung
Damit der Dünndarm gut beurteilbar ist, muss im Vorfeld eine spezielle Lösung zur Darmreinigung getrunken werden, vergleichbar wie bei einer Darmspiegelung. Auch müssen v.a. körnerhaltige Nahrungsmittel gemieden oder bestimmte Medikamente (v.a. Eisenpräparate) pausiert werden.
Untersuchungsablauf
Nach dem Schlucken der Kapsel wird ein Gurt am Bauch angebracht der Sensoren und ein Gerät zum Aufzeichnen der Daten enthält, die von der Kapsel gesendet werden. Im Anschluss kann die Praxis verlassen werden, mit dem Essen kann frühstens zwei Stunde nach Schlucken der Kapsel begonnen werden. Die Kapsel zeichnet mehrere Stunden Bilder auf, so dass der Gurt am Folgetag in der Praxis wieder abgegeben werden kann. Die Kapsel wird mit dem Stuhl ausgeschieden, da es sich um ein Einwegprodukt handelt muss die Kapsel nicht geborgen werden. Die aufgezeichneten Daten werden durch den Arzt mit Hilfe einer speziellen Software ausgewertet. Sollten sich Erkrankungen des Dünndarms zeigen, können bei Notwendigkeit im Anschluss gezielt weiter Untersuchungen veranlasst werden.
Risiken der Kapselendoskopie
Die Kapselendoskopie ist ein sehr sicheres Untersuchungsverfahren. Bei Patienten mit bekannten Verengungen (Stenosen) durch Voroperationen, Entzündungen oder Tumore kann es zu einem Steckenbleiben der Kapsel kommen, die unter Umständen eine operative Entfernung erfordert.