Ultraschall­untersuchungen
Sonographie
Was ist eine Sonographie?
Einen zentralen Stellenwert in unserer Diagnostik nehmen Ultraschalluntersuchungen ein. Als eine der wenigen internistischen Praxen in Thüringen sind wir durch die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) als Ausbildungsleiter qualifiziert (DEGUM Stufe 2).
Mit speziellen Sonden werden Ultraschallwellen in verschiedenen Frequenzbereichen erzeugt. Moderne Ultraschallgeräte erzeugen aus den einzelnen Ultraschallwellen ein bewegtes Bild des untersuchten Organs, das der Arzt auf einem Monitor in Echtzeit anschauen und so Erkrankungen erkennen kann. Die Untersuchung ist schmerzfrei und kommt gänzlich ohne Röntgenstrahlung aus. So können z.B. Kontrolluntersuchung bei Bedarf ohne jegliche Strahlenbelastung wiederholt werden.
Diese Ultraschalluntersuchungen können wir in beiden Praxen anbieten:
Ultraschall des Bauchraums (Sonographie Abdomen):
Untersuchungen von Leber, Gallenblase, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Milz, Bauchgefäßen, Darmsonographie.
Für diese Untersuchungen ist es notwendig, dass Sie mindestens 6 Stunden im Vorfeld nüchtern sind. Nach der Untersuchung kann sofort wieder gegessen werden.
Ultraschall der Schilddrüse und des Halses
Ultraschall vom oberflächlich gelegenen Lymphknoten (z.B. Hals, Achsel und Leiste)
Bauchaortenaneurysma-Screening
Neben diesen klassischen Ultraschalluntersuchungen können in der Praxis Suhl zudem Kontrastmittel-Sonographien, Scherwellenelastographien zur Messung von Lebersteifigkeit und Verfettungsgrad durchgeführt werden.
Spezielle Ultraschallanwendungen
In der Praxis in Suhl können neben den klassischen Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes, der Schilddrüse und von oberflächlichen Lymphknoten auch weitere Ultraschallanwendungen bei speziellen Fragestellungen durchgeführt werden.
Ultraschall mit Kontrastmittel (CEUS)
Die Kontrastmittelsonographie ist eine effektive, schnelle und einfach durchzuführende Untersuchung, die vor allem zur Unterscheidung von unklaren Herdbefunden der Leber genutzt wird. Hierbei werden speziell beschichtete Gasbläschen intravenöse (als Spritze) verabreicht und verbleiben strikt im Blutkreislauf. Die Bläschen verstärken die Reflexion der Ultraschallwellen. Durch eine spezielle Software des Ultraschallgerätes können diese Reflexion gesondert als Bild dargestellt werden, wodurch die Durchblutung von Gewebe und insb. von Herdbefunden in der Leber sichtbar wird. Da verschiedene, v.a. gutartige Leberveränderungen eine charakteristische Kontrastmittelaufnahme zeigen, kann so zwischen verschiedenen Leberläsionen unterschieden werden. Insb. ist eine Unterscheidung verschiedener gutartiger Leberläsionen (z.B. Hämangiome, Fokal noduläre Hyperplasie) möglich, v.a. aber kann zwischen gutartigen und bösartigen Veränderungen differenziert werden.
Der Vorteil der Kontrastmittelsonographie liegt dabei in der einfachen Durchführbarkeit, der geringen Nebenwirkungen und gegenüber anderen Untersuchungsmethoden (CT, MRT) geringer Kosten. Das Kontrastmittel wirkt sich nicht auf anderes Gewebe aus und ist unabhängig von der Schilddrüsen- und Nierenfunktion, kann also auch im Gegensatz zur Computertomographie bei Schilddrüsenüberfunktion oder eingeschränkter Nierenfunktion gegeben werden. Zudem besteht beim Ultraschall keinerlei Strahlenbelastung. Die Gasbläschen werden letztlich über die Lunge abgeatmet.
Mögliche Nebenwirkungen können in erster Linie allergische Reaktionen sein, die aber sehr selten auftreten (0,014%). Da die Qualität der Kontrastmittelsonographie sehr von der Erfahrung des Untersuchers abhängig ist, sollte diese nur von Ärzten mit entsprechender Expertise durchgeführt werden (DEGUM Stufe II und III).
Steifigkeitsmessung der Leber (Elastographie)
Die Elastographie ist ein spezielles, nicht invasives Verfahren zur Messung der Steifigkeit der Leber. Bei vielen chronischen Lebererkrankungen (v.a. Hepatitis B und C, Leberverfettung, autoimmune Lebererkrankungen) kann es aufgrund anhaltender Entzündung zur Schädigung des Lebergewebes und zur Ausbildung einer Fibrose (Bindegewebsvermehrung) bis hin zur Leberzirrhose (Vernarbung der Leber) kommen. Ein fortgeschrittener Umbau der Leber führt zu zahlreichen Komplikationen wie z.B. Blutungen aus dem Magen-Darmtrakt, Wasseransammlungen im Bauch oder ein erhöhtes Risiko für Leberzellkrebs. Daher ist es von immenser Bedeutung entsprechende Veränderungen der Leber bereits im frühen Stadium zu erkennen. Mit Hilfe der Elastographie steht ein nichtinvasives, schmerzfreies Verfahren zur Verfügung um dies Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Vor allem aber kann es zur Verlaufskontrolle bei chronischen Lebererkrankungen genutzt werden um bei Bedarf z.B. Therapieanpassung durchzuführen.
Bei der Elastographie wird die Geschwindigkeit mit der sich eine Ultraschallwelle im Gewebe ausbreitet gemessen. Je steifer das Gewebe, also je mehr Bindegewebe vorhanden ist, umso schneller breitet sich die Ultraschallwelle aus. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit ist dabei proportional zur Lebersteifigkeit und wird in m/s angeben. Auch kann die Verformung des Gewebes nummerisch in kPa ausgegeben werden.
Vorteile der Elastographie sind, dass sie Messung nicht-invasiv, schmerzfrei und unabhängig vom Untersucher erfolgen kann. Einschränkend muss gesagt werden, dass diese Messung nicht in jeden Fall eine Leberbiopsie ersetzt. Zudem wird die Messung nicht von den gesetzlichen Krankenklassen übernommen und muss als IGel-Leistung vom Patienten getragen werden.
Nähere Information zur Scherwellenelastographie finden Sie im Infoblatt Scherwellenelastographie.
Kooperationen für Sonographien
Über eine Kooperation mit dem Klinikum Suhl sind weiterhin möglich:
Ultraschallgestütze Organpunktionen, insb. der Leber
Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an unser Praxisteam.